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Bericht über die Snow Bike Downhill Night in der Obwalden und Nidwalden Zeitung |
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Sprünge, Stürze und klirrende Kälte |
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Nur die verrücktesten Bikerinnen und Biker stürzen sich bei Minustemperaturen und diffusem Licht die Skipiste hinunter. Doch für 117 von ihnen kam die sechste Austragung der Snow Bike Downhill Night auf der Mörlialp gerade zur rechten Zeit.
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Seit 2005 gehört eine Nacht auf der Mörlialp ob Giswil ganz den Mountainbikerinnen und Mountainbikern. Ziel bei der Snow Bike Downhill Night ist es, möglichst schnell über die zwei Kilometer lange Skipiste zu fahren – nachts bei diffusem Licht, über Sprünge und in klirrender Kälte notabene. Sechs Bikerinnen und 111 Biker traten am Samstag zur Jagd nach schnellen Zeiten an – ein neuer Teilnehmerrekord. «Der Sessellift kann noch mehr Leute schlucken, bis zu 200 Startende würde es vertragen», sagt Organisator Lukas Albert. Seit der Erstaustragung 2005 ist die Zahl der Teilnehmenden stetig angewachsen. |
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Bis zu 80 Stundenkilometer |
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Nebst einer gehörigen Prise Mut ist auch die richtige Ausrüstung von grosser Bedeutung. Eine gut funktionierende Federung und Stollenpneus sind quasi ein Muss, Spikes an den Rädern sind allerdings verboten. «Zum Fahren ist es auf der Skipiste weniger gefährlich als im Wald, da man eine schöne Fläche und keine Wurzeln und Steine hat», weiss Lukas Albert aus eigener Erfahrung. Für die Piste gilt: je härter, desto besser, aber nicht eisig. Auf dem Eis ist die Rutschgefahr gross, in weichem Schnee sinkt man schnell ein. Auf einer gut präparierten Piste sind Tempi bis zu 80 Stundenkilometer durchaus möglich. Die Pistenpräparation übernimmt an der Snow Bike Downhill Night die Skilifte Mörlialp AG; auch der Rettungsdienst und das Liftpersonal sowie weitere Infrastruktur wird zur Verfügung gestellt. «Die Zusammenarbeit mit der Mörlialp verläuft unkompliziert, die Unterstützung ist super», schwärmt Organisator Lukas Albert. Zusammen mit etwa 15 Kollegen steckt er Kontrolltore, baut Schanzen in den Kurs ein und kümmert sich um die Musikanlage. |
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Starke Engelberger Brüder |
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Die Bedingungen am Samstagabend waren keineswegs einfach. Es war bitterkalt auf der Mörlialp und die Piste hatte sich nach einer gewissen Zeit ein wenig aufgeweicht. Dass schnelle Zeiten aber bis zum Schluss der 105-minütigen Wettkampfphase möglich waren, bewies zum Beispiel der zweitplatzierte Patrick Deuss aus Zürich, der seine besten Zeiten am Schluss aufstellte. Geschlagen wurde er nur von Julien Knuchel aus Mervelier, der mit 2:33,38 Minuten die Tagesbestzeit aufstellte. Kevin Windlin aus Engelberg klassierte sich als bester Einheimischer auf dem 3. Rang, sein Bruder Lars wurde Fünfter. Bei den Frauen setzte sich Martina Brühlmann aus Zofingen durch. |
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Erste Verletzung in sechs Jahren |
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Nicht alle Teilnehmer kamen jedoch ohne Sturz ins Ziel, vor allem der Sprung kurz vor dem Ziel hatte es in sich. Bei einem Sturz weiter oben auf der Piste zog sich ein Teilnehmer einen Schlüsselbeinbruch zu, es war die erste gröbere Verletzung in den sechs Jahren, in denen die Snow Bike Downhill Night ausgetragen wird. Lukas Albert zog dennoch ein positives Fazit: «Es war genial, es hatte viele Teilnehmer und das Wetter war gut.» Die immer weicher werdende Piste habe vor allem Anfängern Mühe bereitet, aber da sei dann halt Kondition gefragt gewesen, bilanzierte Albert. Und die Kälte gehöre einfach dazu, es sei ja immerhin ein Winteranlass. Der 28-jährige Giswiler fuhr übrigens ebenfalls einmal die Piste hinunter und klassierte sich auf dem 9. Schlussrang.
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Herzlichen Dank |
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Wir danken allen fleissigen Helfern, grosszügigen Sponsoren und unerschrockenen Teilnehmenden. Ihr alle habt zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen. Vielen Dank. |
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